


Liebe Tierfreunde,
wir haben uns riesig über die große Anteilnahme an Jokers Schicksal gefreut!
Wie bereits angekündigt, möchten wir Sie gerne weiterhin über Joker auf dem Laufenden halten.
Joker wurde erfolgreich operiert und hat sich in den letzten Wochen bereits bestens von seinen Strapazen erholt. Sicherlich haben Sie noch die früheren Bilder von unserem armen Liebling in Erinnerung. Wie Sie sehen können, gehört das glücklicherweise nun der
Vergangenheit an.
Das Ergebnis der Voruntersuchung hatte sich bestätigt. Die Tierärzte der Tierklinik in Gießen stellten bei Joker eine hochgradige Pulmonalstenose und Persistierender Ductus Arteriosus Botalli (PDA) fest. Mittels Ballonierung der Pulmonalstenose und Verschluss des PDAs mit einer Coil-Spirale konnte Jokers Herzkrankheit geheilt werden.
Diese sehr kostenintensive Behandlung wurde überhaupt nur durch Ihre großartige Spendenbereitschaft ermöglicht. Unser Tierheim hätte sich diese OP, und hätten wir sie uns noch so sehr gewünscht, einfach nicht leisten können.
Der Zustand seiner Haut hat sich nach einem zwischenzeitlichen Rückfall ebenfalls stark gebessert. Heute sind keine Hautläsionen mehr vorhanden und überall beginnt das Fell nachzuwachsen. Dies ist nur durch tägliches Waschen mit einem speziellen Shampoo,
der Verabreichung von Medikamenten und der kontrollierten Fütterung möglich. Wie bereits berichtet, hat Joker eine sehr ausgeprägte Futterallergie, so dass er nur ein sehr kostenintensives Spezialfutter verträgt.
Allerdings braucht Joker auf sein ehemaliges Herzproblem nun keine Rücksicht mehr zu nehmen. Er kann jetzt ausgiebig spielen, toben und rennen wie jeder andere Hund.
Derzeit versuchen wir, ein neues Zuhause für Joker zu finden. Wir wünschen uns für ihn einen liebevollen Tierfreund, dem die Kosten und die tägliche Arbeit mit Joker nicht zu aufwändig sind. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir bald für unseren jungen, verspielten und liebenswerten Joker ein passendes Zuhause fänden.
Wir danken Ihnen nochmals, dass Sie uns die Hilfe für Joker überhaupt erst ermöglicht haben.
Ihr Vorstand des Tierschutzvereins Butzbach und Umgebung e.V.


Wir sind begeistert von der großartigen positiven Resonanz, die Joker deutschlandweit erfahren durfte. Das hat unser Vertrauen in die Menschen erheblich gestärkt, denn wie wir in unserer täglichen Arbeit feststellen müssen, ist die Achtung dem Tier gegenüber und deren Bedürfnisse gerade heute leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Umso glücklicher sind wir, dass es mit vielen Schutzengeln gelungen ist, Joker ein Weiterleben zu ermöglichen.
Vergangene Woche wurde bereits die 3. Voruntersuchung an der Uniklinik Giessen durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass zunächst die Hauterkrankungen weiter abheilen müssen um Joker OP-fit zu haben.
Die Ärzte sprachen von etwa 2-3 Wochen in denen Joker operiert werden kann.
Joker bekommt ein neues Antibiotikum, auf das er sehr gut anspricht. Wer Joker zu Beginn gesehen hatte, als er zu uns ins Tierheim kam, wird insbesondere erfreut sein, dass seine ständigen Jukreize an Haut und Ohren sehr zurückgegangen sind.
Derzeit wird Joker mit besonderem Fleisch gefüttert, damit er zu kräften kommt. Er wird täglich mit einem Spezialschampoo gebadet, um seine Hautveränderungen zu heilen. Auf dem eingefügten Bild sieht man bereits die großen Fortschritte, die durch die tägliche Pflege und liebevolle Betreuung erreicht werden konnten. Das Fell kommt nun auch langsam wieder nach.
Durch die neue Ernährung und die angewandten Medikamente ist Joker aufgeblüht und hat angefangen am Leben teilzunehmen. Bislang hatte er überwiegend Ruhe und Schlaf gesucht. Inzwischen gehört dies jedoch der Vergangenheit an und er interessiert sich für seine Umgebung und Spielt sehr gerne.
Joker muss allerdings unbedingt seine Diät einhalten, so dass die Leckerlies derzeit noch Tabu sind. Es ist sehr schön mitzuerleben, wir Joker sich langsam einem normalen Hundeleben nähert.
Gerne können Sie sich während unserer Öffnungszeiten oder nach Vereinbarung selbst ein Bild von Joker in unserem Tierheim machen. Die Öffnungszeiten sind freitags von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr, sowie samstags, sonntags und feiertags von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr.
Wir sind überglücklich, dass wir mit Ihrer Hilfe die OP-Kosten für Joker finanzieren können und hoffen auf eine unkomplizierte und vollständige Genesung. Wird sind davon überzeugt, dass Joker bei seinen Giessener-Ärzten in guten Händen ist.

Deutscher Schäferhund
Rüde
ca. 1,5 Jahre alt
Besitzer: Butzbacher Tierschutzverein
Behandelnder Tierarzt: Dr. Henrik Hofmann
Der Deutsche Schäferhund „Joker“ wurde am 16.04.2008 erstmals in unserer Tierarztpraxis vorgestellt. Sein Allgemeinbefinden war stark gestört, er litt an starken Hautveränderungen am ganzen Körper. Besonders beeinträchtigt waren Augen, Ohren, Hals, Ellbogen, Knie und Unterbauch. Deutliche Abmagerung und Atemnot ließen jedoch auf weitere Erkrankungen schließen.
Spezielle Untersuchungen ergaben Herznebengeräusche 4. Grades („Maschinengeräusch“), ein Herzultraschall führte zur Verdachtsdiagnose „persistierenden Ductus arteriosuns Botalli“. Unsere Praxis überwies „Joker“ daraufhin an den deutschlandweit anerkannten Kardiologen Dr. Ralf Wendt nach Wetzlar. Dr. Wendt diagnostizierte mehrere Herzerkrankungen nebeneinander. Am schwerwiegendsten sind seinen Angaben zufolge zwei angeborene Defekte. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten persistierenden Ductus arteriosuns Botalli und um eine Pulmonalstenose.
Persistierender Ductus arteriosus botalli
„Der persistierende Ductus arteriosus botalli (PDA ) gehört mit der Subaortenstenose und der Pulmonalstenose zu den drei häufigsten angeborenen Herzerkrankungen beim Hund. Diese fehlerhafte Verbindung von der Hauptschlagader (Aorta) mit der Lungenschlagader (Pulmonalarterie) stammt ursprünglich von einem Überrest der Kreislaufsituation im Mutterleib.
Da das ungeborene Tier noch nicht atmet, muss auch seine Lunge noch nicht durchblutet werden. Das Blut aus der rechten Herzkammer wird daher über den PDA in die Hauptschlagader und somit in den Körper umgeleitet, damit es nicht unnötigerweise in die Lunge fließt. Nach der Geburt verschließt sich dieser PDA normalerweise spontan. Bei wenigen Tieren verbleibt diese Verbindung auch noch nach der Geburt bestehen.“ (LMU München)

Pulmonalstenose
Unter Pulmonalstenose versteht man eine Verengung im Bereich der Pulmonalklappen, welche eine von insgesamt vier Herzklappen ist.

Häufigste Ursache einer Pulmonalstenose beim Hund ist eine missgebildete Pulmonalklappe. Dabei sind die Klappensegel verdickt und verklebt, so dass das Blut gegen einen erhöhten Widerstand vom rechten Herzen in die Pulmonalarterie zur Lunge gepumpt werden muss.
Wenn eine Pulmonalstenose nicht behandelt oder entdeckt wird, entwickeln rund 65% der Hunde Linksherzversagen (Entwicklung eines Lungenödems) und sterben innerhalb des ersten Lebensjahres.

Beide Erkrankungen werden nicht von alleine ausheilen, sondern vielmehr zu einer drastisch verkürzten Lebenserwartung führen. Chirurgisch sind die Defekte allerdings reparabel. Hierfür kann mittels eines speziellen Katheters der Ductus art. Boltalli verschlossen werden und die Pulmonalstenose mittels eines Ballons gedehnt und so erweitert werden.
Eine Behandlung ist derzeit nur in wenigen Tierkliniken möglich, führend ist die Uni Gießen. Tierarzt Dr. Mathias Schneider gilt als Spezialist und hat den Eingriff schon häufig vorgenommen. Die Operationen werden schätzungsweise 3000 bis 5000 Euro kosten. Ohne sie ist die Lebensspanne des jungen Hundes sehr begrenzt.
Helfen Sie, durch Ihre Spende an den Tierschutzverein Butzbach u. Umg. e. V., damit "Joker" schnellstmöglich operiert werden kann!
Spendenkonto:
Sparkasse Oberhessen
Kto: 000 2000 539
Blz: 518 500 79
Kennwort: Joker